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Wie alles begann ...
Waren Sie auch einmal in der beruflichen Situation, wo Sie
nicht wussten, wie es jemals weitergehen sollte?
Ich arbeitete als Oberarzt an der Univ.-Klinik Innsbruck und wir führten
erstmals Buch über die geleisteten Stunden. Der Rekord-Monat wies 479
Stunden aus! Mein Chef sollte in eineinhalb Jahren in Rente gehen. Wir
suchten Wohnung, statt 45 km Entfernung vielleicht nur 10 oder 15 km
von Innsbruck war unser erklärtes Ziel.
Schon fast 2 Jahre waren wir auf der Suche und die Begeisterung war
keineswegs groß von all dem, was man uns anbot. Wir suchten also immer
noch. Ich las in unserer Ambulanz abends sitzend eine Lokalzeitung mit
einer Annonce: "Traumwohnungen zu vermieten". Heute weiß ich noch nicht,
warum ich anrief, wir konnten uns doch keine Traumwohnung leisten. War
es Fügung?
Am anderen Ende der Leitung ertönte eine freundliche Frauenstimme, man
meldete sich mit Namen, ganz ungewöhnlich, und die nette Frauenstimme
vermittelte mir, dass es jetzt gerade nicht passe, denn sie habe eine
Besprechung. Ich war irgendwie angetan und rief am nächsten Tag aus
dem Bereitschaftsdienst vom Christophorus noch einmal an. Die zarte
Stimme war wieder dran. Schön. Wir kamen ins Gespräch, sie fragte mich,
wo ich eine Wohnung suchte und ich wurde misstrauisch, ob es sich dabei
um ein Immobilien-Unternehmen handelte? Doch die Stimme verneinte. Na
bitte, "Sie haben also mehrere Wohnungen zu vermieten?" Und ich habe
nicht einmal eine, dachte ich spontan. Wir redeten über meinen Beruf,
über meine Einkommensmöglichkeiten - die im übrigen weit unter der Vorstellungsgrenze
der Dame am anderen Ende lagen - ich arbeitete ja nur viel und der Stundenlohn
war karg. Jedenfalls mir zu wenig! Schlussendlich resümierte sie mit
den Worten: "Ja, dann arbeiten Sie ja ein Vielfaches von mir und verdienen
einen Bruchteil!" Und damit hat sie bei mir die Tür voll eingetreten.
Ich war nur mehr neugierig, ob denn ich wirklich zu jenen Menschen gehören
müsse, die nur arbeiteten, aber nie so viel Geld verdienen könnten,
dass sie auch von Lebensqualität reden könnten? Ich fragte intuitiv:
"Kann ich das auch?" Sie sagte: "Das kann jeder!"
Ich rief meine Frau Raingard sofort an und erzählte ihr von einem ganz
außergewöhnlichen Telefonat. Wenige Tage später saßen wir im Wohnzimmer
der freundlichen Dame und der Startschuss einer Erfolgsgeschichte war
erfolgt. Es war der Anfang all dessen, was wir heute leben.
Es war der Anfang von Freiheit und Unabhängigkeit!
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